Wie schreibe ich eine Trauerkarte? test

Das tragischste und schmerzlichste Ereignis für unsere Mitmenschen ist der Tod eines geliebten Menschen. Er mag vielleicht von vielen Leiden erlöst sein. Die Menschen, die mit dem Verstorbenen lebten und ihn liebten sind schwer getroffen. Erschwerend kommt hinzu, dass ihr eigenes Lebensgefühl ins Wanken gerät. Traurige Gedanken, die sie sonst von sich weisen, treten plötzlich in den Vordergrund: Auch du bist sterblich und dein Leben wird seit deiner Geburt jeden Tag kürzer. Wenn sich im Freundes- oder Bekanntenkreis ein Todesfall ereignet, ist es Teil unserer Kultur, dass man den Hinterbliebenen mit einer Trauerkarte sein Beileid ausspricht. Gerade Menschen, die zum ersten Mal in ihrem Leben eine Trauerkarte schreiben, stehen vor der Frage, wie bzw. was schreibt man in eine Trauerkarte? Auf welche Feinheiten sollte man beim Formulieren achten? Und wie findet man für den Todesfall die passende Trauerkarte? Dieser Leitfaden soll dich beim Schreiben einer Trauerkarte unterstützen und dir Anregungen geben, die passenden Worte zu finden.

Übersicht:

Was ist eine Trauerkarte?

Eine Trauerkarte hat die Aufgabe, den direkten Hinterbliebenen das persönliche Beileid des Kondolierenden zu bekunden. Für die Angehörigen des Verstorbenen ist das meist eine wichtige Geste. Diese hilft ihnen nicht unbedingt über ihren Schmerz hinweg, bringt aber zum Ausdruck, dass sie in den schweren Stunden nicht allein sind und ihnen Freunde, Bekannte und Nachbarn zur Seite stehen. In einer Trauerkarte finden ein paar persönlich formulierte Worte Platz, die entweder die eigenen Gedanken zum Ausdruck bringen oder auch an den Verstorbenen erinnern. Auch ein Trauergedicht, Trauersprüche oder ein passendes Zitat werden in die Trauerkarte gern integriert. Üblich ist es auch, den Hinterbliebenen Hilfe und Beistand für die nächsten Tage anzubieten. Achte aber darauf, dass dies optional formuliert ist, damit du deinen Kontakt nicht aufdrängst und sich die Angehörigen zu etwas verpflichtet fühlen. Manche Menschen sind nach einem Todesfall lieber alleine und trauern für sich, andere ziehen Kontakt zu anderen Menschen vor und fühlen sich in Gesellschaft wohler. Hier fallen die Bedürfnisse meist sehr unterschiedlich aus und sollten in jedem Fall berücksichtigt werden. Die wichtigsten Botschaften, die eine Trauerkarte transportieren sollte, sind ehrliche Anteilnahme, Beistand und Mitgefühl.

Trauerkarten gibt es übrigens schon sehr lange, ihre Entstehung kann bis ins Mittelalter zurückverfolgt werden. Ist ein Mönch damals verstorben, wurde die Nachricht von einem Klosterboten von Kloster zu Kloster getragen. Es wurde in diesem Zuge sowohl über das Ableben des Mönchs informiert als auch Beileidsbekundungen der anderen Klöster empfangen. Auch der Adel sendete seine Boten in die Welt, um die Informationen eines Trauerfalls zu übermitteln. Mit Beginn des 18. Jahrhunderts wandelten sich diese mündlichen Botschaften in schriftliche um, die immer noch stark an die heutigen Kondolenzworte erinnern.

Darauf sollte man beim Verfassen einer Trauerkarte achten: Tipps & Beispiele

Beim Schreiben einer Trauerkarte sollte man sich über eines im Klaren sein: Mit billigen Redensarten wird man dem Schmerz der Betroffenen nicht gerecht. Stand dir der Verstorbene sehr nah, solltest du mit deinem Schreiben in erster Linie Trost spenden, Anteilnahme ausdrücken und Hilfe anbieten. Angehörige, Freunde und nahestehende Bekannte kommen zum Begräbnis. Die Kränze lassen sie einen Tag vorher anliefern und fügen eine Beileidskarte dazu. Gehörst du zum Kreis der Freunde oder Bekannten, die nicht persönlich kondolieren, sollte dein Schreiben mehr als eine Zeile lang sein. Stehst du den trauernden Angehörigen nicht besonders nahe, reicht ein kurzer, aber handgeschriebener Text. Ein Satz würde auch reichen. Die Beileidskarte wird normalerweise dann mit der Post versendet, wenn man vom Todesfall erfahren hat. Wenn man nicht an der Trauerfeier teilnimmt, ist es durchaus üblich, dass die Beileidskarte erst nach der Beisetzung des Verstorbenen versendet wird.

Die Beileidskarte ist ein Weg, den Angehörigen Trost zu spenden und das eigene Beileid auszudrücken. Mitfühlender Zuspruch hilft, mit den belastenden Umständen und dem traurigen Verlust des geliebten Menschen besser umgehen zu können. Schematisch kann man sein Mitgefühl nicht ausdrücken. Jeder Todesfall hat einen anderen Schmerz. Hier verliert ein Kind sein Leben, hier verliert eine große Familie ihren Vater, dort stirbt ein Hochbetagter nach einem langen Lebensweg. Wie unterschiedlich kann der Kreis der Betroffenen sein und wie verschieden sind die seelischen und auch finanziellen Auswirkungen!

Der Text auf der Beileidskarte hat eine große Bedeutung. Er soll auf der einen Seite ausdrücken, dass die oder der Schreibende dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahrt. Auf der anderen Seite soll das Schreiben den Angehörigen versichern, dass sie in ihrem Schmerz nicht allein sind. Zusätzlich sollen die Hinterbliebenen, denen der Tote eine große Stütze im Leben gewesen ist, die Gewissheit haben, dass ihnen gute Freunde in dieser schweren Zeit zur Seite stehen. Die Form des Beileidsschreibens sollte schlicht und unaufdringlich sein. Vor allem sollte die Trauerkarte frei von plumpen Lebensweisheiten sein, wie der Tod gehöre zum Leben. Eine Doppelkarte bietet ein schönes Format und bietet genügend Platz für einen handgeschriebenen, mitfühlenden Text.

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Die Anrede in einer Trauerkarte

Zu Beginn der Trauerkarte gilt es die Angehörigen persönlich anzuschreiben. Hier tun sich für viele die ersten Schwierigkeiten auf, da die Karte nur an eine Person oder aber an die Familie des hinterbliebenen gerichtet werden kann. Die Wahl der passenden Anrede sollte von der Intensität der Beziehung zum Verstorbenen und dessen Familie abhängig gemacht werden. Im Folgenden haben wir einige gängige Formulierungen zur Anrede in einer Trauerkarte zusammengefasst:

  • Liebe Maren, …
  • Lieber Thomas, …
  • Liebe Maren, lieber Thomas – liebe Trauerfamilie, …
  • Lieber Herr Müller, …
  • Sehr geehrte Frau Schuster, sehr geehrter Herr Müller, …
  • Liebe Frau Schuster, lieber Herr, …
  • An die Trauerfamilie, …
  • Liebe Trauerfamilie, …
  • An die trauernden Angehörigen, …
  • Lieber Opa, …

Der Text in einer Trauerkarte

In einer Trauerkarte sollte zunächst einleitend das empfundene Mitgefühl zum Ausdruck gebracht werden und formuliert werden, dass man dem Verstorbenen in Erinnerung behalten wird. Letzteres sollte allerdings nur dann geschrieben werden, wenn man mit dem Verstorbenen privat oder beruflich nahe stand. Du kannst die Angehörigen, denen du schreibst, um Erlaubnis bitten, sie nach einer gewissen Zeit persönlich besuchen zu dürfen, um sich über den großen Kummer nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn die eigenen Angehörigen den Verstorbenen kannten, sollte die Karte in der „Wir-Form“ geschrieben werden. Andernfalls sollte die „Ich-Form“ gewählt werden. Für den Fall, dass man nur den Verstorbenen kannte, nicht aber dessen Angehörige, sollte man sich in der Beileidskarte den Angehörigen kurz vorstellen und erläutern, woher man den Verstorbenen kannte bzw. in welchem Verhältnis man mit diesem stand. Hat man den Verstorbenen sehr gut gekannt, kann man in der Beileidskarte über ein prägendes Erlebnis schreiben, dass man gemeinsam erlebt hat. Gleichzeitig kann man die Angehörigen wissen lassen, warum und in welchen Situationen man den Verstorbenen vermissen wird. Nachfolgend sind einige Musterbeileidsbekundungen formuliert, die dir helfen sollen, die für deine Trauerkarte passenden Worte zu finden:

  • … die Nachricht vom Tod Ihrer Tochter hat uns schwer getroffen und erschüttert. Es ist schwer, für einen Trost passende Worte zu finden. Wir möchten Ihnen in dieser schweren Stunde von Herzen unser herzliches Beileid aussprechen.
  • … auch uns hat die schreckliche Nachricht vom plötzlichen Tod deines Mannes erreicht. Wir sind zutiefst über den Verlust dieses wunderbaren Menschen betroffen und wollen dir auf diesem Weg unser unendlichstes Mitgefühl zum Ausdruck bringen. 
  • …die Nachricht vom Tod deines wunderbaren Ehemannes und meines lieben Freundes hat mich tief getroffen. Es ist für mich schwer die passenden Worte zu finden, aber ich möchte dir meine herzliche Anteilnahme aussprechen und dir viel Kraft und Zuversicht für diese schwere Zeit wünschen. Wenn du das Bedürfnis nach reden hast, würde ich mich freuen, wenn du dich bei mir meldest.
  • ... es ist mir schwer gefallen, dir, lieber Thomas, diese Zeilen zu schreiben und die passenden Worte des Trostes zu finden. Ich möchte dir so gern etwas schreiben, dass dich tröstet und dir hilft, positiv in die Zukunft zu schauen. Doch ich bringe nur Stillsein und Schweigen zustande.
  • … tief berührt haben wir vom Tod dieses lieben Menschen gehört. Wir möchten dir unser allerherzlichstes Beileid aussprechen. Die Liebe, Dankbarkeit und die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit kann dir niemand nehmen. Was kommt, kann niemand sagen. Aber möge etwas Gutes kommen - das wünschen wir dir von ganzem Herzen.
  • ... nun ist doch eingetreten, was sich so lange hingezogen hat. Wir nehmen Anteil an deiner Trauer. Für die kommende Zeit wünschen wir Dir viel Kraft und neuen Lebensmut.
  • … wir können es nicht fassen, dass wir unseren tollen Freund nie wieder sehen werden. Er wird in unserem Leben ein großes Loch hinterlassen. Auch wenn wir deinen Schmerz nicht lindern können, möchten wir dir auf diesem Weg von ganzem Herzen unsere aufrichtige Anteilnahme aussprechen.
  • ... tief berührt habe ich erfahren, dass deine Mutter gestorben ist. Vielleicht tröstet es dich, dass deine Mutter nicht leiden musste, dass du mit deiner Trauer nicht alleine bist und dass deine Mutter ein reiches und erfülltes Leben gelebt hat.
  • ... mit Betroffenheit habe ich vom Tod deines Vaters erfahren. Vor einigen Monaten ist mein Vater von uns gegangen. Nur zu gut ahne ich, was nun in dir vorgehen mag. Deinen Schmerz kann ich nicht lindern. Aber ich denke an dich und bin für dich da.
  • auch wenn wir wissen, dass Heinrich ein erfülltes und glückliches Leben gehabt hat, werden wir ihn sehr vermissen. In unseren Herzen wird Heinrich immer einen festen Platz haben. Wir sind in Gedanken bei Dir.
  • … ein geliebter und wunderbarer Mensch ist nicht mehr da. Was uns bleibt sind Erinnerungen, die uns niemand nehmen kann. Wir fühlen mit Dir und wünschen dir in dieser schweren Zeit von ganzem Herzen viel Kraft, Stärke, Halt und Liebe.
  • … fassungslos und unsagbar traurig bin ich. Es fällt mir schwer, diesen unglaublichen Schicksalsschlag zu verstehen, geschweige denn akzeptieren zu können. Die Liebe, die Dankbarkeit und die Erinnerungen werden ewig in meinem Herzen weiterleben. 
  • … Marie ist nicht mehr unter uns – wir fühlen mit Dir, beten für Dich und sind in Gedanken immer bei Dir! Ihr seid ein so wunderbares Paar gewesen. Jeden Augenblick, den wir mit Euch zusammen verbracht haben, werden wir in Erinnerung in unserem Herzen aufbewahren. 
  • … entsetzt und tief traurig habe ich Thomas Traueranzeige gelesen. Ich wünsche Euch in dieser schweren Zeit gegenseitigen Halt und die Kraft irgendwann wieder der Freude des Lebens die Tür öffnen zu können.
  • … am Grab des eigenen Kindes zu stehen, ist das Schlimmste, was Eltern im Leben passieren kann. Wir sind so unendlich traurig und möchten Euch von Herzen unser tiefstes Mitgefühl aussprechen. In Gedanken wird Elias immer bei uns sein. Das Leben ist nicht fair!

Die Schlussformel in einer Trauerkarte

Während man einen Brief oder eine Grußkarte normalerweise mit „Lieben Grüßen“ oder „mit freundlichen Grüßen“ beendet, sollte in einer Trauerkarte Anteilnahme zum Ausdruck gebracht werden. In einem Kondolenzschreiben geht es vor allem um die tiefe Ehrfurcht vor dem erlittenen Verlust und um die ehrliche Anteilnahme. Das auszudrücken, ist gar nicht so leicht. Neben einem passenden Trauerspruch sollten unbedingt noch ein paar persönliche Worte und natürlich auch die eigene Unterschrift Platz finden. Schließlich soll das Schreiben nicht anonym und sachlich wirken. Eine gängige Methode ist es so zu unterschreiben:

"Mit stillem Gruß
Eure Familie Meier"

Im Folgenden sind einige gängige Schlussformeln dargestellt:

  • In stiller Trauer
  • In tiefer Verbundenheit und Anteilnahme
  • In traurigem Gedenken
  • Unser herzliches Beileid
  • Unsere aufrichtige Anteilnahme
  • Wir trauern mit Euch
  • In tiefem Mitgefühl
  • Ein stiller Gruß
  • Wir sind in Gedanken bei Euch
  • Herzliche Anteilnahme
  • Herzliches Beileid
  • Aufrichtiges Beileid
  • Mit stillem Gruß
  • Sprachlos Anteil nehmend verbleibe ich
  • Zutiefst Anteil nehmend
  • In mitfühlender Anteilnahme
  • Mit schweigendem Gruß
  • Im Namen aller Kolleginnen und Kollegen
  • In Trauer mit euch verbunden
  • Mit schweigender Umarmung
  • Ich weine mit dir
  • Ich trauere mit dir
  • An dich denkend
  • Fühle dich umarmt
  • Ich drücke dich ganz doll an mich
  • Wir wünschen dir viel Kraft.
  • Unser tiefstes Mitgefühl
  • Mit den aufrichtigsten Wünschen
  • Du trauerst nicht allein

Wie adressiere ich eine Trauerkarte und was schreibt man auf den Umschlag?

Eine Frage, die sich viele berechtigterweise stellen, ist, an wen sich eigentlich die Trauerkarte richten soll. Zunächst einmal gilt, je näher du dem Verstorbenen und seinen Angehörigen standst/stehst, desto persönlicher sollte die Trauerkarte auch ausfallen. Früher war es üblich die Bezeichnung "Trauerhaus" zu verwenden und auf den Umschlag beispielsweise "An das Trauerhaus Schmidt" zu schreiben. Das gilt heute als überholt und es wird die Bezeichnung "Familie" verwendet. Auf der Kondolenzkarte würde dann "An Familie Schmidt" stehen, möglich ist auch "An die Trauerfamilie Schmidt". In jedem Fall sollte der Familienname auf dem Umschlag zu sehen sein. Wenn du die Karte mit der Post schickst, ist es üblich, sie an die hinterbliebene Familie zu adressieren. Wenn möglich, sollte die Karte aber persönlich übergeben werden, das ist aber auch abhängig von der Beziehung zu dem Verstorbenen.

Wann übergibt man eine Trauerkarte?

Üblicherweise wird die Trauerkarte übersendet, sobald man von dem Todesfall in der Familie erfahren hat. Viele übergeben sie aber lieber nach der Beisetzung persönlich und richten noch ein paar Worte an die Hinterbliebenen. Auch hier kommt es wieder darauf an, in welchem Verhältnis du zu dem Verstorbenen und seinen Angehörigen standst. Nach dem Begräbnis ist zum Beispiel auch üblich, wenn du nicht an der anschließenden Trauerfeier teilnimmst. Per Post wird die Trauerkarte verschickt, wenn du dem Verstorben nicht so nahegestanden hast, dass persönliche Beileidsbekundungen angebracht wären. Wichtig: Warte nicht zu lange mit der Übergabe deines Trauerschreibens. Trifft die Karte erst Wochen nach dem Sterbefall bei den Hinterbliebenen ein, wirkt das geschmacklos und wie auf den letzten Drücker. Zudem kann es sein, dass die Angehörigen den Verlust ihres geliebten Menschen schon begonnen haben zu verarbeiten und du bei ihnen mit deiner verspäteten Karte den ganzen Schmerz wieder hochholst. So kann die trauernde Familie nie zur Ruhe kommen, deine Worte des Beistands brauchen sie vor allem unmittelbar nach dem Todesfall.

Wie viel Geld gibt man in eine Trauerkarte?

Der Tod ist eine sehr sensible Angelegenheit, welche sich mit Geld kaum in Verbindung bringen lässt. Jeder von uns geht anders damit um, wenn ein Angehöriger stirbt. So ist es nicht verwunderlich, dass uns das Thema Trauerkarte vor eine große Herausforderung stellt. Neben dem passenden Text bleibt die Frage, wie man es mit dem Geld in der Trauerkarte handhabt. Schließlich soll das Ganze nicht pietätlos wirken. Eine feste Regelung über den Betrag gibt es nicht. Auch hier ist wieder die Beziehung zu dem Verstorbenen ein wichtiges Indiz. Bei einem entfernten Bekannten oder einem Kollegen ist ein geringerer Betrag angebracht als bei einem guten Freund oder Verwandten. Es sollten aber in jedem Fall nicht weniger als 10 Euro in der Trauerkarte liegen. Wie viel es darüber hinaus dann aber wirklich ist, bleibt dir selbst überlassen. Natürlich geht es dabei auch um deine eigene finanzielle Situation. Es gibt auch Fälle, in denen die Angehörigen kein Geld wünschen. Dann ist es ratsam, diesem Wunsch auch nachzukommen. Wenn du dennoch etwas beilegen und die Familie unterstützen willst, kannst du vorher diskret nachfragen, ob Gutscheine, zum Beispiel für Blumenläden oder die Friedhofsgärtnerei erwünscht sind. Eine Beerdigung kostet schließlich eine Stange Geld und die Angehörigen sind vielleicht dankbar, wenn sie hier etwas finanzielle Unterstützung bekommen. Manche Hinterbliebene spenden das Geld aus den Kondolenzschreiben auch einer gemeinnützigen Organisation oder bitten bereits in der Todesanzeige darum, dorthin zu spenden.

Die passende Trauerkarte kaufen

Wenn du dir eine Karte aussuchst, müssen das Bild und der aufgedruckte Trauerspruch zu dem Menschen passen, der die Trauerkarte bekommen und lesen wird. Wer sich schon einmal auf die Suche nach einer Beileidskarte gemacht hat, der weiß, dass es gar nicht so einfach ist, die passende Karte zu finden. Darum haben wir versucht, in unserem Trauerkarten Onlineshop die Auswahl an Trauerkarten so zu gestalten, dass du schnell, einfach und unkompliziert die passende Karte finden kannst. War der Verstorbene ein religiöser, gläubiger Mensch, so kannst du eine Karte aussuchen, die die Angehörigen an den Trost erinnert, der in der Gläubigkeit liegt. Wenn der Verstorbene hingegen nicht religiös gewesen ist, solltest du keine Beileidskarte mit religiösen Motiven und Bibelsprüchen wählen - auch dann nicht, wenn sie tröstend sind. Generell müssen alle Zitate und Sprüche sehr gut überlegt werden und sollten sowohl zum Verstorbenen als auch zu den Hinterbliebenen passen. Man kann den Verstorbenen nicht mehr beschenken, aber ein Blumenschmuck oder Kranz am Begräbnistag zeigt den Angehörigen, wie groß die Achtung und die Zuneigung sind, die der Verstorbene bei seinen Mitmenschen gefunden hat. Diese Anerkennung spendet beruhigenden Trost. Ein Geldschein in der Trauerkarte mit dem Hinweis, dafür bitte Blumen zu kaufen, ist eine Frage des Geschmacks. Blumen und Kränze können durch Blumengeschäfte oder das Internet pünktlich geliefert werden.

Die meisten Menschen sind verständlicherweise hilflos, wenn sie Beileidskarten schreiben müssen. Zumeist fehlen ihnen die geeigneten Worte. Die ganze Welt kommuniziert über das Internet miteinander. Aber in emotional schwierigen Situationen verschlägt es vielen die Sprache. Sie ringen nach der geeigneten Formulierung oder vergreifen sich aus Unsicherheit im Ton. Lässig formulierter Trost kann vielleicht sogar mehr Schmerzen als lindern. Aus diesem Grund gibt es auf vielen Beileidskarten bereits vorgedruckte Trauergedichte, Sprüche oder Texte - von religiös bis weltlich. Tröstende Worte sind immer richtig und ehrlich gemeintes Mitgefühl kann helfen, die trauernden Hinterbliebenen seelisch wieder etwas aufzurichten. Trauersprüche findest du auch bei Philosophen, Autoren oder in Zitatensammlungen, aber man muss damit vorsichtig sein. Ein noch so gut gemeinter Spruch kann missverstanden werden und noch mehr Trauer oder sogar Verärgerung auslösen.

Wir bieten in unserem Grußkarten Onlineshop ein umfangreiches Angebot an stilvollen und hochwertigen Trauerkarten. Das Angebot wird stetig erweitert. Hierfür arbeiten wir mit den führenden Herstellern aus der Grußkartenbranche zusammen. Es empfiehlt sich, immer mal wieder in unserem Grußkartenshop vorbeizuschauen und sich einen kleinen Vorrat an Karten anzulegen. Die persönliche Anteilnahme glaubwürdig auszudrücken ist schwierig und jeder Mensch braucht Zeit, die passenden Worte zu finden. Da ist es besser, man verliert keine Zeit mit der Auswahl der Karte. So kann man in Ruhe von Herzen schreiben, was man sagen möchte.

Zusammenfassung: Darauf sollten man beim Beileidskarten schreiben achten

  • Beim Kauf der Beileidskarte sollte man unbedingt auf die Qualität der Karte achten. Typische Motive auf Trauerkarten sind Landschaften und religiöse Symbole. Qualitätskarten kosten zwischen 2,50 € und 3,50 €. Trauerkarten sind meist in dezenten Farben gehalten. Schwarz-Weiß Motive sind eher die Ausnahme.

  • Es gibt Trauerkarten mit und ohne aufgedruckte Sprüche. Karten mit religiösen Trauersprüchen sollten nur dann verwendet werden, wenn der Verstorbene auch tatsächlich christlich gewesen ist. Hat man hierüber keine Information, sollte man eine Karte mit einem weltlichen Spruch oder eine Karte mit einem neutralen Spruch („Herzliches Beileid“ oder „Aufrichtige Anteilnahme“) auswählen. 

  • Der Text in der Kondolenzkarte wird immer mit der Hand geschrieben. Es ist sinnvoll, den Text zunächst auf einem leeren Blatt Papier vorzuschreiben. Für den Fall, dass man sich tatsächlich verschreibt, sollte man eine zweite Karte in Reserve haben.

  • Trauerkarten bzw. Umschläge mit einem schwarzen Rand sind ausschließlich der Trauerfamilie vorbehalten. Der schwarze Rand symbolisiert eine Trauernachricht.

  • Eine Trauerkarte sollte persönlich verfasst werden und die Sprache des Herzens sprechen. Auf Floskeln oder Standardformulierungen sollte verzichtet werden. Die in unserem Ratgeber veröffentlichte Trauersprüche Liste kann als Inspirationsquelle dienen, um drauf aufbauend einen eigenen Trauertext zu formulieren. 

  • Die Formulierung „An das Trauerhaus Müller“ gilt als altbacken. Zeitgemäßer ist die Formulierungen „Familie Müller“.  

  • Beileidbekundungen via Email, SMS oder WhatsApp sind ein absolutes Tabu! Telefonanrufe oder persönliche Besuche sind immer dann angebracht, wenn man mit dem Verstorbenen und den Angehörigen in einem sehr engen Verhältnis steht. Eine Beileidskarte sollte trotzdem immer noch zusätzlich verschickt werden.

  • Die Frage, ob in eine Beileidskarte Geld gehört oder nicht, wird im Internet häufig kontrovers diskutiert. Eine pauschal geltende Antwort auf diese Frage gibt es nicht. In vielen Regionen in Deutschland ist es üblich, dass man der Trauerkarte einen Geldschein beilegt. Eine Beerdigung ist für die Angehörigen mit hohen finanziellen Belastungen verbunden. Häufig findet man in der Todesanzeige eine Information darüber, ob von Geldspenden abgesehen werden soll oder aber es wird explizit der Wunsch geäußert, einen Geldbetrag an eine wohltätige Organisation X zu spenden. Wenn man in der Traueranzeige hierüber keine Information findet und man der Meinung ist, dass sich die Familie über eine Geldspende freuen würde, spricht nichts dagegen, der Karte einen Geldschein beizulegen. Die Beileidskarte sollte dann mit dem Vermerk „Für Blumen“ versehen werden. So erweckt man bei den Angehörigen nicht den Eindruck, diese hätten die Spende nötig, da sie sonst die Kosten für die Beerdigung nicht bezahlen könnten.

  • Eine Beileidskarte sollte immer mit der Post an die Angehörigen verschickt werden. Hierdurch wird die nötige Distanz gewahrt, die wichtig ist, da die Angehörigen nach dem Todesfall emotional sehr aufgewühlt sind.

  • Der Versand der Trauerkarte sollte so schnell wie möglich erfolgen. Beileidsbekundungen sind für den Trauerprozess sehr wertvoll, da sich Trauernde nach Anteilnahme und Trost sehnen. Viele Hinterbliebene wissen noch Jahre nach der Beerdigung, wie viele Beileidskarten sie erhalten haben. Insofern unterstreicht die Anzahl der Beileidskarten ein Stück weit die Beliebtheit des Verstorbenen und hilft den Angehörigen dabei, den Verlust zu verarbeiten.