Wenn im Frühling die ersten Blumen aus dem Boden sprießen, die Bäume langsam grün werden und das Vogelgezwitscher der Vögel in der Morgendämmerung erklingt, beginnt in Deutschland traditionell auch die Hochzeitssaison. Immer dann, wenn Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunde oder Bekannte heiraten, werden mit einer Hochzeitskarte persönliche Glückwünsche zur Hochzeit an das Brautpaar übermittelt. Da viele Brautpaare ihre Hochzeitskarten ein Leben lang aufbewahren und die Karten immer mal wieder hervorholen, um in Erinnerungen zu schwelgen, sollte man sich beim Formulieren der Hochzeitswünsche Zeit nehmen. In diesem Artikel findest Du zehn Tipps, die Dich dabei unterschützen sollen, gelungene und originelle Glückwünsche für Deine Hochzeitskarte zu formulieren.

 

Tipp 1: Den richtigen Ton treffen

Mache Dir zunächst Gedanken darüber, in welcher Beziehung Du zu dem Brautpaar stehst. Bist Du mit dem Paar verwandt, eng befreundet oder handelt es sich um Arbeitskollegen? Die Formulierung Deiner Glückwünsche und der Stil Deiner Karte richten sich danach, wie nahe Dir das Paar steht. Je enger die Verbindung, desto persönlicher sollten die Glückwünsche verfasst werden.


Tipp 2: Persönliche Glückwünsche zur Hochzeit finden 

Es ist nicht immer einfach, die richtigen Worte zu finden. Auch, wenn es manchmal schwer fällt: Für vertraute Personen solltest Du keine Standardfloskeln verwenden, sondern persönliche Worte verfassen. Lasse Deinen Gefühlen beim Schreiben freien Lauf. Fasse ehrlich in Worte, was Dich bewegt und berühre das Brautpaar mit Deinen Worten. 


Tipp 3: Das Brautpaar direkt ansprechen 

Achte darauf, Deine Glückwünsche mit einer direkten Anrede zu versehen, die meist an den Anfang der Karte gesetzt wird. Es gibt mehrere Möglichkeiten, das Brautpaar anzusprechen. Ob die Grußformel formell oder informell gestaltet wird, hängt von Deiner Beziehung zu dem Hochzeitspaar ab. Kennst Du das Paar gut, sprichst Du es in der Du-Form an. Für Personen, zu denen Du keine persönliche Verbindung hast, solltest Du die Sie-Form verwenden. Möglich ist auch eine Kombination aus beiden Elementen, wenn Du nur eine Partei besser kennst. Ob Du das Brautpaar als Einheit oder jeden der beiden persönlich ansprichst, ist Dir überlassen. 


Tipp 4: Hochzeitsglückwünsche auf das Hochzeitspaar abstimmen

Beschreibe, was das Brautpaar Deiner Meinung nach verbindet und was Du den Eheleuten für ihre gemeinsame Zukunft wünschst. Oder stell Dir vor, wie das Paar in einigen Jahren Deine Karte erneut hervor holt. Welche Gedanken sind dann wichtig? Was möchtest Du den beiden mit auf den Weg geben? Vielleicht kennst Du das Hochzeitspaar bereits seit langer Zeit. Wenn ihr viel gemeinsam erlebt habt, kannst Du auch auf schöne Erinnerungen Bezug nehmen. 


Tipp 5: Gefühlvoll oder neutral – der Gratulationsstil 

Bist Du mit dem Brautpaar befreundet oder verwandt, bietet sich ein gefühlvoller Schreibstil für Deine Glückwunschkarte an. Wenn Du den Humor des Paares kennst oder gut einschätzen kannst, kannst Du Deine Glückwünsche auch in einem humorvollen Stil verfassen oder lustige Sprüche in die Karte einbauen. Für Personen, die Du nicht gut kennst, sind persönliche oder humorvolle Worte weniger geeignet. In diesem Fall solltest Du Dich für einen sachlich-neutralen Stil entscheiden. 

 

Tipp 6: Die Bedeutung der eigenen Handschrift 

Wenn Du dem Hochzeitspaar sehr nahe stehst, dann sollte das auch an Deiner Karte erkennbar sein. Die eigene Handschrift verleiht Deiner Karte eine ganz persönliche Note. Da Korrekturen im Nachhinein nur schwer vorgenommen werden können, solltest Du Formulierungen vorab üben. Schreibe Deine Gedanken dazu auf ein leeres Blatt Papier und übertrage diese anschließend auf die Karte. Zum Schreiben der Karte solltest Du einen schönen Stift verwenden. Hochzeitskarten, die mit einem Füllfederhalter verfasst werden, wirken besonders elegant. 

 

Tipp 7: Gedanken strukturiert zu Papier bringen 

Klassische Hochzeitskarten besitzen eine vorgegebene Struktur, die sich vielfach bewährt hat. Die Einleitung bildet die persönliche Anrede des Brautpaares. Der Ansprache kann ein Zitat oder Gedicht vorausgehen, welches das Paar zum Nachdenken animiert. Deine Glückwünsche sind Teil des nun folgenden Hauptteils. Fasse hier außerdem in Worte, was Du dem zukünftigen Ehepaar mit auf den gemeinsamen Lebensweg geben möchtest. Den Abschluss Deiner Karte bilden eine Schlussformel und Deine Unterschrift. 

 

Tipp 8: Hochzeitswünsche mit Zitaten oder Gedichten ergänzen

Deine Hochzeitswünsche kannst Du mit Zitaten bekannter Persönlichkeiten ausschmücken. Auch mit einem romantischen Gedicht machst Du dem Brautpaar eine Freude, besonders dann, wenn es von Dir selbst verfasst wurde. Nicht immer können jedoch persönliche Worte gefunden werden und manchmal sind sie gar nicht angebracht. Auch in diesen Fällen sind die oben genannten Stilelemente eine gute Alternative. Achte darauf, dass sie zum Stil Deiner Karte passen und dem Lebensmotto des Hochzeitspaares entsprechen. 

 

Tipp 9: Die Wahl der richtigen Hochzeitskarte

Karten können sowohl gekauft als auch selbst hergestellt werden. Hochzeitskarten gibt es in verschiedenen Stilrichtungen, von humorvoll bis seriös. Auch hier ist entscheidend, in welcher Beziehung Du zu dem Brautpaar stehst. Für Freunde und Verwandte, deren Humor Du gut einschätzen kannst, eignen sich lustige Karten. Für Personen, die Du nicht gut kennst, solltest Du eher neutrale Hochzeitskarten verwenden. Mit ein wenig Geschick und Kreativität kannst Du Deine Glückwunschkarte auch selbst basteln. Besonders Personen, die Dir sehr nahe stehen, werden diese persönliche Aufmerksamkeit schätzen. 

 

Tipp 10: Fotos als zusätzliche Aufmerksamkeit

Auch mit Fotos lassen sich Hochzeitskarten personalisieren. Dazu eignen sich besonders alte, längst vergessen geglaubte Aufnahmen des Brautpaares. Überraschen kannst du das Paar auch mit Bildern, die es bisher noch nicht gesehen hat. Die Fotos können als Einleger in Deine Karte integriert und mit Deinen Wünschen beschriftet werden.